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Das kulturelle Erbe Skandinaviens


Skandinavien ist ein geheimnisumwittertes Gebiet und daher besonders attraktiv für Besucher, die sich von der überwältigenden Natur, den Wikingersagen und den berühmten nordischen Märchen inspirieren lassen wollen.




Die Wikinger

Die berühmt berüchtigten Wikinger waren eigentlich Normannen (ursprünglich als „Nordmannen“ bezeichnet), die durch ihre Seefahrten und Eroberungen im 9. bis 11. Jahrhundert zu Ruhm gelangten und besonders die Küsten des Fränkischen Reichs und das Angelsachsenreich heimsuchten. Sie erhielten 911 die Normandie, eroberten von hier aus 1066 England und gründeten das unteritalienische Reich Neapel-Sizilien. Von Island kamen sie nach Grönland und um das Jahr 1000 nach Nordamerika. Die schwedischen Normannen, die „Waräger“, schufen unter Rurik seit 862 das Russische Reich.
(Bild Quelle: Mythologie.ch)

Die Wikinger sind zwar aufgrund ihrer Raubzüge und Eroberungen in die Geschichte eingegangen. Man muss ihnen aber auch zugute halten, dass sie den Schiffsbau revolutioniert haben. Ihre – wie man heute sagen würde – „innovativen“ Bautechniken haben ihnen die weitläufige Eroberung von fernen Gebieten überhaupt ermöglicht.




Die Lappen

Die Lappen sind ein Volksstamm in Skandinavien von urtümlichem Äußeren, dem europiden Rassenkreis (mit mongolischem Einschlag) zugehörig, der Sprache nach zu den Finno-Ugriern zählend. Sie treiben traditionell Rentierjagd und Fischfang.

Die Lappen, die auch „Samit“ oder „Sami“ genannt werden, haben Skandinavien und Russland wohl vor den Europäern besiedelt und gelten daher als Ureinwohner von Lappland, der nördlichsten Landschaft Europas.
(Bild Quelle: Sami-siida.no)

Die Samit haben eine lange Geschichte des engen Zusammenlebens mit den Skandinaviern; nur 10% von ihnen leben heute noch als Rentierhirten.

Eine umfangreiche Sammlung zu Kultur und Geschichte der Samit findet man u. a. im Siida-Sámi-Museum in Inari, Finnland.




Die Runen

Der Begriff „Runen“ stammt aus dem Altgermanischen und bedeutet in etwa (Geheimnis) „raunen“. Man bezeichnet damit gemeingermanische Kult- und Schriftzeichen, die um 100 v. Chr. vielleicht unter Verwendung altgermanischer Sinnbilder aus der nordetruskischen (oder norditalienischen) Schrift entstanden sind. Sie wurden in Holz, Bein und Metall besonders auf Waffen und Schmuckgegenstände geritzt, im Norden auch in Runensteine zum Gedächtnis der Toten.
(Bild Quelle: Wikipedia)

Das älteste der Runen-Alphabete, die nach ihren ersten 6 Buchstaben „Futhark“ genannt werden, besteht aus 3 Reihen zu je 8 Zeichen. Die Zahl der Runen-Inschriften geht in die Tausende (allein in Schweden über tausend). In Deutschland kam ihre Verwendung um 700 außer Gebrauch, in England um das Jahr 1000. In Skandinavien hielten sie sich deutlich länger.




Die Trolle

Ein „Troll“ ist ein Kobold der nordischen Sage. Der Naturdämon des nordischen Volksglaubens soll manch armer Seele den Verstand oder das letzte Hemd geraubt haben. Knorrige Bäume mit Flechtenbärten, einsame Waldseen und unzählige Berge und Schluchten bilden die Heimat der Trolle.
(Bild Quelle: Faszination-tolkien.de)

Da gibt es etwa den düsteren Waldtroll mit Haaren aus Moosen und Flechten, der, auf eine knorrige Fichte gestützt und mit dem Mond als Auge, durch den dichten Tann streift. Dem Bergtroll wird nachgesagt, er werfe gnadenlos Feldbrocken auf die in sein Reich eindringenden Reisenden. Und der hinterlistige Seetroll soll schon so manch bedauernswertes Menschlein in sein Reich hinabgezogen haben.

Ob diese Gestalten wirklich existieren, soll dahingestellt sein. Zweifellos sind es interessante Geschichten, die zahlreiche skandinavische Volksfeste inspiriert haben und so manchem Besucher in seiner Blockhütte (Ferienhaus Skandinavien) oder am Lagerfeuer (Skandinavien Urlaub) das Gruseln beibringen.




Das Julfest

Das nordgermanische Fest der Wintersonnenwende hat sich in Form einiger alter Bräuche in Skandinavien erhalten, wo „Jul“ heute Weihnachten heißt. Aus der Frühzeit soll das „Jultrinken“ und der „Julbock“ stammen, ein aus Stroh geflochtener Ziegenbock. Er bringt auf seinem Rücken heute in Skandinavien die Weihnachtsgeschenke. Durch den Glauben, dass zwischen Weihnachten und Epiphanias (Heilig Drei Könige) das Geisterreich offen stehe, erhielten sich Bräuche, wie etwa Essen für die Geister stehen lassen oder Futter für deren ebenso gespenstische Pferde auslegen.
(Bild Quelle: Wikipedia)

In diesen Nächten soll übrigens auch das Märchen um Frau Holle spielen, die wahrscheinlich auf die germanische Totengöttin Hel zurückzuführen ist.




Die Edda

Für die nordische Mythologie gilt die Edda als erstes überliefertes Werk aus dem 9. Jahrhundert. Bei der Edda („Poetik“ oder „Buch von Oddi“) handelt es sich um zwei Werke des altisländischen Schrifttums: die jüngere Snorra-Edda von 1225 und die ältere Lieder-Edda aus dem 9. Jahrhundert. Die Edda umfasst Götter- und Heldengesänge aus dem 9. bis 12. Jahrhundert in Stabreimen, gesammelt im 13. Jahrhundert. Beide Werke sind wichtige Quellen germanischer Götter- und Heldensage.
(Bild Quelle: Wikipedia)

Der Julbock ist übrigens durch das schwedische Möbelhaus Ikea, das den Strohbock zur Weihnachtszeit im Sortiment hat, über Skandinavien hinaus in der Neuzeit wieder verbreitet worden.

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